Interview mit Antonio Guaggenti
Platz zehn in der vergangenen Saison.
Kann man damit zufrieden sein?
Nein, die
Saison verlief enttäuschend: Pleiten, Pech, Verletzte. Das haben wir uns so
nicht vorgestellt. Auf dem Papier hatten wir eine gute Truppe.
Aber die hat nicht genügend aus ihren
Möglichkeiten gemacht?
Es ist ja
schon in der Vorbereitung mit schweren Verletzungen losgegangen: Besmir Cekaj,
Robin Scheibe, Manuel Padutsch. Timo
Strohmayer ist nach dem ersten Training nicht mehr aufgetaucht, Mustafa Yildiz
nach ein paar Spielen. Wir haben immer wieder umstellen müssen.
Was der Kader falsch zusammengestellt?
Wir haben zumindest zu wenige gehabt, die sich gegen eine
Niederlage stemmen, die die anderen mitreißen. Wir haben gewusst, dass die
Mannschaft jung ist. Aber die Trainingsbeteiligung ließ schon sehr zu wünschen
übrig durch die Verletzungen, Schule und andere Dinge. Da hatte ich wenig
Möglichkeiten, Druck auszuüben.
Und das wird
jetzt anders?
Sicher. Wir haben uns vor allem in der Offensive verstärkt, wo wir
große Probleme hatten. Der Kader ist
breiter, es gibt mehr Konkurrenzkampf. Ich erwarte mir auch von Manuel Dittrich
oder Robin Griese, die sich im vergangenen Jahr schon gut entwickelt haben,
eine weitere Steigerung. Wir haben bei den Neuzugängen auch ganz genau
hingeschaut. Sie mussten sportlich und charakterlich passen. Ich bin sicher,
wir haben jetzt Spieler, die sich wehren. Die wollen alle etwas erreichen.
Es sind aber
wieder überwiegend junge Spieler.
Ja, das ist unsere Philosophie: junge Spieler aus dem eigenen
Verein oder Umgebung. Mit Oliver
Merkelbach und Vincenzo Mosca sind aber auch zwei Erfahrene dazugekommen.
Was kann der
VfL erreichen?
Von mir gibt’s keine Prognose diesmal. Die Mannschaft muss sich
stabilisieren und soll besseren Fußball bieten als in der vergangenen Saison.
Aber sicher werde ich mit Platz zehn nicht zufrieden sein.
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