Auf
Platz drei steht der VfL Winterbach in der Fußball-Bezirksliga. Auch im
Vorjahr ging er als Vierter mit guten Aussichten ins neue Jahr,
verkorkste aber die Rückrunde. Das will Trainer Toni Guaggenti diesmal
nicht wieder erleben. Deshalb greift er bisweilen auf unorthodoxe
Trainingsmethoden zurück. "Eine Katastrophe" sei die Vorbereitung. "An
ein richtiges Fußballtraining war nicht zu denken." Dass es der
Konkurrenz nicht anders ergeht, tröstet ihn nur wenig. Toni Guaggenti
will seine Mannschaft weiterbringen, den Spielern etwas beibringen.
"Man hat ja Dinge im Kopf, die man im Training üben will." Auf dem
schneebedeckten Boden aber ist das nicht möglich.So bleibt oft nur
Laufen, Hallentraining oder ein Besuch im Schwimmbad. Und wundern
durften sich die Spieler auch nicht über die Mail-Nachricht vom Coach:
"Schippe mitbringen." Wer einigermaßen vernünftig trainieren will, muss
eben auch mal den Platz freischaufeln.Der Trainer warnt: Das wird kein
SelbstläuferGuaggenti hat Ziele. Das Wichtigste: "Nicht wieder so
einbrechen wie im vergangenen Jahr." Das lag zwar am engen Kader, der
durch Verletzungen und Platzverweise empfindlich getroffen wurde, und
sollte diesmal durch den breiteren Kader nicht mehr so schnell
passieren. Dennoch warnt Guaggenti: "Wir haben einen tollen Platz
erreicht. Aber wer denkt, das wird ein Selbstläufer, der wird sich
umschauen."Ambitionen auf Platz zwei hat der Trainer zwar - zumindest
offiziell - nicht. "Da muss wirklich alles gut laufen." Aber er will
"so lange wie möglich vorne dabeibleiben". Unter den ersten fünf will
er landen. Erschwert könnte das erneut durch personelle Probleme
werden. Innenverteidiger Thomas Martin fehlt schon seit drei Wochen
wegen eines Muskelfaserrisses. Angreifer Alessandro Siciliano kommt
nach einer Leistenoperation erst Anfang oder Mitte April zurück.
Gennaro Palopoli, im Mittelfeld der wohl wichtigste Spieler, kann wegen
Prüfungsvorbereitungen kaum trainieren. David Bauer (Leiste) und
Patrick Nebel (muskuläre Probleme) hatten schon in der Vorrunde wenig
Einsätze. Kaum Training möglich, die Eindrücke der wenigen
Trainingsspiele widersprüchlich, das Pokalspiel auch ausgefallen, da
fragt sich Guaggenti: "Wo stehen wir gerade?" Zum ersten Punktspiel
kommt mit dem SV Allmersbach der Tabellenletzte. Ein guter
Aufwärmgegner? Dem widerspricht Guaggenti heftig: "Die stehen mit dem
Rücken zur Wand. Die werden versuchen, ein Zeichen zu setzen."Das muss
auch der VfL Winterbach. Am besten eines wie im Vorjahr. Da kam mit dem
AC Beinstein auch das Schlusslicht und wurde mit 8:3 vom Platz gefegt.